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Liberale wartten auf Angebote PDF Drucken E-Mail

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Still ruht der „Königskamp“. Nach dem Veto der FDP gegen den Bebauungsplan läuft zurzeit nichts. Die Liberalen warten auf Zugeständnisse bei der Gestaltungssatzung - und wollen dann den Weg frei machen. Fotomontage: (Meyer)

 

 

 

Alverskirchen - Für die Liberalen ist die politische Sommerpause beendet, die sie zuvor im Juli mit einem Paukenschlag durch die Ablehnung des Bebauungsplans für das angestrebte Baugebiet Königskamp eingeleitet hatten. „Die FDP sagt Ja zum Königskamp, doch nicht um jeden Preis“, stellt der FDP-Fraktionsvorsitzender Peter Friedrich die Position der Liberalen in einer Presseerklärung deutlich heraus. Mit der FDP werde es auch in Zukunft „keine Gängelei von Bauwilligen in Neubaugebieten“ geben, und es könne nicht sein, dass es in dem Neubaugebiet einen „Rückfall in längst überwunden geglaubte Zeiten“ geben solle. „Es ist nicht nachzuvollziehen, dass man in Alverskirchen weit hinter die recht freie Gestaltung des Großen Kamps zurückfallen und nur rote Dächer und rotbraune Klinker vorschreiben will.“


Zur Erinnerung: In der Ratssitzung am 13. Juli hatte die FDP gegen den Bebauungsplanbeschluss gestimmt und durch die Stimmenmehrheit zusammen mit der SPD und den Grünen das Baugebiet vorläufig gekippt. Grund für die Liberalen war die „zu stringente Gestaltungssatzung“, bei der die FDP-Fraktion von Anfang an ihre Bedenken in den Ausschüssen angemeldet und bereits im Dezember im Planungs- und Umweltausschuss einfache Änderungen zur Gestaltungssatzung im Interesse der Bauherren in die Diskussion gebracht habe. Die Liberalen hatten sich dafür eingesetzt, Satteldächer mit Abwalmungen und Dacheinschnitte sowie Loggien zuzulassen. Ferner sollten Gaubenseitenwände nicht nur senkrecht stehen müssen, und neben roten sollten auch schwarze Dachziegel zulässig sein. Nicht zuletzt sollten Fassaden bzw. Außenwände nicht nur in rotem bis rotbraunen Mauerwerk, sondern vielmehr auch in traditionellen Materialien wie Sandstein, Putz oder Holz möglich sein.


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FDP weiter für Lebensmittelstandort Elberich PDF Drucken E-Mail
 
img_1957_klein.jpgEverswinkel. Vor der Wahl hatte die FDP Everswinkel den Standort Elberich für die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes ins Spiel gebracht. Nach der Wahl hält sie Kurs. Wir bleiben bei unserer Meinung, dass es Zeit zum Handeln ist, anstatt mit Veränderungssperren die Situation weiter zu verschärfen“, stellt FDP-Fraktionsvorsitzender Peter Friedrich fest. Der Standort sei richtig und wichtig, um nicht noch mehr Kaufkraft nach Warendorf, Wolbeck und Telgte abfließen zu lassen, sind die Liberalen überzeugt.

   

dsc00716_klein.jpgVor geraumer Zeit hatte die BBE Handelsberatung die Einkaufssituation vor Ort untersucht und die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt. Heraus kam, dass die Kaufkraftbindung bei Lebensmitteln vor Ort nur noch bei ca. 70 Prozent liegt, was im Vergleich zu anderen Gemeinden als schlechter Wert bezeichnet werden muss. Trotz dieser Erkenntnis kamen Verwaltung, große Teile der Politik sowie Vertreter der IGSE nach Vorgesprächen hinter verschlossenen Türen zum Entschluss: Wir belassen es trotz der Schließung von Wieskötter bei den derzeitigen Standorten. Sollte ein weiterer Markt schließen, werde noch einmal ein Jahr gewartet. Erst dann sollen Investoren die Möglichkeit erhalten, auf anderen Potenzialflächen einen  Lebensmittelmarkt bauen zu können

dsc00717klein.jpgDiese Grundsatzentscheidung werde von der FDP–Fraktion nicht mitgetragen. „Es ist fünf vor zwölf. Wir müssen jetzt handeln und dürfen nicht zulassen, dass immer mehr Bürgerinnen und Bürger ihre Lebensmittel sowie Dinge des täglichen Gebrauchs in Nachbarkommunen kaufen“ ist sich FDP–Chef Ulrich Hoyer sicher. Und wer erst einmal wegen Lebensmitteln in Nachbarstädte fahre, kaufe dort auch die anderen Dinge. Diesen trend gelte es schnell anzuhalten und umzukehren. Nur wenn dann werde auch der Dorfkern gestärkt, so die FDP Außerdem könnten so mehr Wettbewerb geschaffen werden. Davon profitieren nicht nur die Kunden sondern auch die anderen Geschäftstreibenden im Ortskern!

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Der Entwurf des Einzelhandelskonzeptes für die Gemeinde Everswinkel befinde sich in der Offenlegung und kann auf der Homepage www.everswinkel.de oder persönlich in der Gemeindeverwaltung eingesehen werden. Jeder könne bis zum 21. April 2010 Einwände und Anregungen zu dem Einzelhandelskonzept einreichen, wirbt Ratsherr Peter Riggers für eine Beteiligung der Bürger. „Nur so kann die Politik des Abwartens beendet werden“.
 
Text: Ulrich Hoyer, Fotos W.Effing

 

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